Die Ausstellung „Zustand Null“ versammelt Arbeiten von Sandra Zuanovic und Nándor Angstenberger, in denen Verdichtung und Ruhe zugleich wirksam sind. Schicht um Schicht wächst das Material, Linie auf Linie; Papier auf Papier, mit Papier, aus Stoff und eingefärbten Zuckerwürfeln. Die Flächen entstehen aus fortlaufender Setzung, aus Wiederholung, aus Ausbreitung. Rhythmus strukturiert Zeichnung und Objekt, nicht als Ordnung, sondern als beharrlicher Prozess. Die Arbeiten sind vollflächig und intensiv, sie füllen den Raum durch die Vielzahl ihrer einzelnen Elemente. Und doch öffnet sich innerhalb dieser Dichte ein geistiger Zustand, ein Punkt konzentrierter Wahrnehmung, der nicht auf Reduktion, sondern auf Kontinuität beruht. Zwischen Wiederholung und Stille entsteht so ein Zustand Null, kein Anfang und kein Ende, sondern ein gegenwärtiges Verweilen.