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Berlin

Das Archiv von Kieznetz

Gerhart-Hauptmann-Schule

 

Ohlauer Str. 15

 

 

 

13.01.2014

 

Ein Bürgerhaus mit Anlaufschwierigkeiten!

 

"Es soll ein Pilotprojekt werden", so sieht es der Bezirksbürgermeister von Kreuzberg-Frdhn. Franz Schulz und "einmalig für Berlin" soll es sein, wenn Bürger mitbestimmen können, was mit der ehemaligen Schule geschehen soll. Nicht einmalig waren wohl die Kommunikationsprobleme zwischen Bezirk und Projektinitiativen!

 

Eigentlich hatte die Verwaltung alles gut vorausgeplant - den neuen Lebensabschnitt für die Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße. Zu geringe Schülerzahlen erzwang die Schließung Mitte 2012 und von Anfang an war klar, die Bezirkspolitik wollte dem Kiez das Haus "übergeben": es sollten dort lokale Initiativen ihr neues Zuhause finden, darunter u.a. die Freie Kreuzberger Schule. Deshalb wurde ein sog. Interessenbekundungsverfahren eingeleitet, aber anscheinend nicht so öffentlich wie es manche es sich gewünscht hätten. Und dann kam auch noch die Besetzung des Gebäudes dazwischen. Nachfragen beim Immobilienservice des Bezirks, der im Resort von Bezirksstadtrat Hans Panhoff angesiedelt ist, blieben den ganzen Dezember lang unbeantwortet und es folgte ein kleiner Schrei der Empörung mit einem "Offenen Brief" aber auch alsbald eine Entschuldigung seitens der Verwaltung über die Kommunikationspanne, so dass man jetzt eigentlich sich daran machen könnte, ein Bürgerhaus für Kreuzberg ins Leben zu rufen.

Bürgermeister Schulz spricht von einem "Projektehaus", in dem Vereine und Initiativen kiezorientierte, soziale und kulturelle Angebote bereitstellen sollen. Und es soll schnell gehen - jeder Tag Leerstand kostet nicht nur den Bezirk Geld, auch der Liegenschaftsfond des Senats soll möglichst außen vor bleiben, der womöglich sonst eigene Ansprüche anmelden könnte (deshalb auch die anfängliche, sauer aufgestoßene Geheimniskrämerei) - für manche Ideen vielleicht zu schnell, so der Sprecher der "Offenen-Brief-Initiative" Jörg Nowak vom Nachbarschaftshaus Urbanstraße. "Er wünsche sich einfach mehr Zeit, um Ideen entwickeln zu können" so Jörg Nowak.

 

 

 

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