Carsten Joost, Mitbegründer und -initiator der BI 'Mediaspree versenken' und des Bürgerentscheids "Spreeufer für alle", ist geschockt! Die
gescheiterten Koalitionsverhandlungen von Rot-Grün sind kein gutes Omen für die Umsetzung des Bürgerentscheids.
Der Ideenaufruf zum Spreeufer, der explizit nicht als Wettbewerb gemeint war, und sich auch nur auf die Grundstücke des südlichen Spreeufers
beschränkte, brachte einige interessante Ideen zutage; mindestens jenem Entwurf ebenbürtig, eigentlich hochhaus(!)-überlegen der von der Firma Zapf
bzw. einem renommierten Architekturbüro vorgelegt und auf einer Bürgerversammlung präsentiert wurde, und nicht über eine merkwürdig-beliebige,
geschlängelte Baumassenverteilung, ohne eine signifikante, städtebauliche Grundidee, hinauskam.
Beim 'Ideenraufruf' wurden auf einer Bürgerversammlung rund ein Dutzend Arbeiten vorgestellt, deren Spektrum von professionellen architektonischen
Entwürfen bis zu unbedarften Anwohnerskizzen reichte oder es wurden auch "nur" architektonische Manifeste verfasst, die dann von einer Anwohner-,
Fach- und Auditoriumjury diskutiert und bewertet wurden.
Ob je einer der Ideen tatsächlich von der Politik aufgegriffen wird, steht in den Sternen - immerhin hat das ganze Prozedere dazu geführt, dass
nichtkompatible Investoren (zu den Forderungen des Bürgerentscheides) die Lust mehr und mehr abhanden kommt in das Speeufer zu investieren.
Jetzt soll erst einmal ein intensiver Diskussionsprozess dem 'Ideenaufruf' folgen, wo alle Entwürfe und Ideen, unabhängig vom Jurygesamtergebnis, mit
einfließen sollen, so Carsten Joost. Anfang Dezember werden die Entwurfsskizzen im Rathaus Kreuzberg im Rahmen einer Ausstellung noch einmal gezeigt.