Halligalli in der wiederauferstandenen Kreuzberger Eisenbahnmarkthalle
Kein Parkplatz weit und breit (für Fahrräder), am Eingang der Halle stauten sich die Menschen - die Anwohner läuteten gut gelaunt und ausgelassen eine neues Hallenzeitalter ein.
Seit sich eine Anwohnerinitiative dem Niedergang der Halle entgegenstemmte und in Kooperation mit einem temporären Markthallen-Betreiber, der
"Markthalle IX", schon für etiche Veranstaltungen in den letzten zwei Jahren gesorgt hatten, wo die Halle mitunter aus allen Nähten zu platzen schien
- mit der jetzigen Eröffnung wird nun ein "spielerisches" Provisorium von einer neuen Phase abgelöst, in der die Markthalle bzw. das neue Konzept
seine betriebswirtschafliche Tauglichkeit beweisen muss.
Der neue Betreiber, identisch mit dem Zwischennutzer "Markthalle IX", der sich zuvor in einem Bieterverfahren durchgesetzt hatte, hat sich ein Konzept
der "kleinen Schritte" auf die Fahnen geschrieben, d.h. viele kleie lokale Gewerbetreibende sorgen für das Lokalkolorit und ein kreativer,
kostengünstiger Umgang mit der Bausubstanz bewahrt die Halle vor einer dumpfen Modernisierung. Als abschreckendes Beispiel diente wohl die
Marheineke-Markthalle, wo der Umbau vom landeseigenen Großmarkthallenbetreiber geplant wurde und aus der Markthalle eine seelenlose, stinkende
überdimensionale Fressbude gemacht hat.