Die Straßen des Schillerkiezes sehen zwar immer noch so aus, als wäre gerade eine großflächige Sperrmüllaktion über den Kiez hinweggefegt (oder auch nicht), auch der Geruch, der aus allen Ecken dünstet ist nichts für feine Nasen, aber es vergeht kaum eine (gefühlte) Woche, wo nicht ein neuer Laden, Kneipe, Café oder Galerie aufmacht!
Da scheint der neueste Zuwachs im Schillerkiez, die Galerie "Neue Berliner Räume" in der Kienitzer Straße, wie das Nomen est Omen, wobei diese nur temporär geduldet wird, bis das Haus demnächst von Grund auf saniert wird. Der junge Galeriest nennt den Schillerkiez "unverbraucht", das kann eine
Sichtweise sein - dort wo verbrauchte Menschen das Straßenbild bestimmen, sind eben die anderen, die Unverbrauchten noch rar (aber deswegen ist er ja hier). Der junge Galeriest würde zugar auch hier wohnen wollen, aber es scheint für ihn aussichtlos, denn der preiswerte Wohnraum hat sich auch hier
schon verabschiedet.
Was soll das lamentieren - auch die guten alten Zeiten waren nur die Folge von prekären Entwicklungen. Nun hier die Neuen, in einem Jahr Schillerkiez: die Kneipe Heisenberg (Promenaden Eck, Schillerpromenade), Frollein Langner und Bruchberg (Okerstraße). Cafés: engels (Herrfurthstraße), Café Pappelreihe (Kienitzer Straße). Trinken und Essen: der Weinladen Weinstein (Schillerpromenade), Feinkost Neu Deli (Herrfurthplatz). Galerien: PMGalerie (Selchower Straße), Gitte Bohr (Schillerpromenade), Neue Berliner Räume (Kienitzer Straße