Bevor die Bagger sich des Gleisdreiecks bemächtigten, zerrten schon viele Jahre zuvor große Kräfte an der sich selbst überlassenen Brache.
Auf der einen Seite die große Politik, die im voreilendem Gehorsam, die Interessen der Großinvestoren bedienen wollte, und auf der anderen Seite eine kleine, aber beharrliche Bürgerbewegung, die sich nicht mit einem Alibipark abspeisen lassen wollte.
Aus dem internationalen Parkwettbewerb ging (endlich) das Architekturbüro Loidl als Sieger hervor, zufällig auch mit Bürositz in Kreuzberg, am Tempelhofer Berg - ein gutes Omen? Das Ergebnis kann sich sehen lassen, obwohl am Siegerentwurf einiges kritisiert wurde, vielleicht zu unrecht - vieles ist oft denkbar, nicht alles ist machbar. Es ist auf den ersten, entspannten Blick eine entspannende und spannende Parklandschaft geworden, mit vielen interessanten Aus- und Einblicken - die ursprüngliche Bestimmung und Nutzung des Geländes ist allgegenwärtig mit zeitgemäßen ICE-Hintergrundrauschen.