Wer in Kreuzberg bezahlbaren Wohnraum sucht, der wird keine Chance haben - es bleibt nur der Wegzug
aus Kreuzberg.
Mit dem Börsengang wird die Gentrifizierung (Vertreibung der einkommensschwachen Bewohner
durch Besserverdienende) in Kreuzberg neuen Schub bekommen, so sieht das der Kreuzberger
Bürgermeister Franz Schulz (Grüne). Er sagt: "Ein GSW-Börsengang hat unabsehbare Folgen für die
betroffenen Mieter, darunter viele im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie sei eine schwere Hypothek
für eine sozialverträgliche Mietenentwicklung in Berlin insgesamt."
Ein weiteres Indiz für diese Entwicklung ist, dass regional betrachtet, der Bezirk
Friedrichshain-Kreuzberg weiterhin ganz oben auf der Liste der Eigentumswohnungskäufer steht.
Daniel Wesener, Fraktionssprecher der Grünen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kritisiert ebenfalls
den geplanten Börsengang von Rot-Rot, der sich mit dieser Entscheidung pro Börsengang in der
Mietenpolitik völlig unglaubwürdig macht.