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Baerwaldbad

 

 

 

 

24.01.2008

 

Baerwaldbad-Kreuzberg: SPD-PDS-Senat lässt das Wasser ab

 

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Kreuzberg wendet sich mit einer Resolution gegen die drohende Schließung des Baerwaldbades.

 

Erst 2001 wurde auf Initiative des Vereins TSB e.V. hin, das drohende 'Aus' des Schwimmbades verhindert und so dem Schul-, Vereins- und Gesundheitssport ein wichtiger Schwimmstandort für Kreuzberg gerettet.

Gemeinsam mit dem Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg, dem Bezirksamt, der Berliner Unternehmerfamilie Jörg Thiede und ihrer Stiftung haben die ehrenamtlichen Badbetreiber sogar ein Projekt ins Leben gerufen, der in 2006 den Deutschen Förderpreis "Jugend in Arbeit" erhielt. Langzeitarbeitslose bekamen so Gelegenheit sich im Rahmen einer Qualifizierung in der Denkmalpflege weiterzubilden und zugleich das marode Baerwaldbad zu sanieren.

In den vergangenen fünf Jahren zahlte der rot-rote Senat über die landeseigenen Bäderbetriebe dem Baerwaldbad-Betreiber Tauchen, Schwimmen, Breitensport (TSB) jährlich 170 000 Euro für den Schul- und Vereinssport. 1 600 Schüler aus 80 Klassen und 60.000 Vereinschwimmer nutzen das Bad.

Wegen einer Finanzierungslücke hatte sich der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg jüngst bereit erklärt, den TSB mit bis zu 50.000 Euro pro Jahr zu unterstützen. "Soviel würde uns auch die Verlagerung des Schulschwimmens und der Bustransfer der Schüler zur Schwimmhalle an der Friedrichshainer Holzmarktstraße kosten", begründet Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) das Angebot.

Zugleich kritisiert die grüne Fraktion das Agieren der zuständigen Sportstadträtin Sigrid Klebba (SPD) in Sachen Baerwaldbad. Sie habe die BVV im Vorfeld unzureichend informiert.

Die Schließung des Schwimmbades ist nun sogar Thema im Abgeordnetenhaus: In einem Antrag der CDU-Fraktion werden Senat und Berliner Bäderbetriebe aufgefordert, das Baerwaldbad zu erhalten. Die direkt gewählte grüne Abgeordnete Heidi Kosche, in deren Wahlkreis das Bad liegt, verlangt von den Bäderbetrieben den Weiterbetrieb. Kosche: "Über die Köpfe der Betroffenen hinweg haben die Bäderbetriebe Fakten geschaffen - auf Kosten von Schul- und Vereinssport in Kreuzberg."

 

 

 

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