Seit Mai ist Kreuzbergradio auf Sendung - nicht Live, dafür extrem lokal. Die Idee für dieses
extrem lokale Radio kam vom "Kiez und Kneipen-Macher" Peter S. Kaspar, der selbst durchaus gekonnt
durch die Sendung führt.
Wie kommt nun das Kreuzbergradio zu den Kreuzbergern? Per Internet oder genauer: per Download, auf
den Rechner oder den MP3-Player. Mit DSL geht das ziemlich fix und schon kommt man in den Genuss von
einer knappen Stunde kleiner Geschichten aus Kreuzberg über Kreuzberger, Kreuzberger Lyrik als
Fortsetzung, Kreuzberger Lokalitäten aus der Sicht eines Wirtschaftsprüfers oder die Kreuzberger
Musikszene und das ziemlich ausführlich .
Musikalisch ausführlich auch deshalb, weil eine enge Kooperation mit dem Kreuzberger "Fachblatt"
(www.das-fachblatt.de), ein Online-Musikmagazin der Kreuzbergerin Monika Raatz besteht und die auch
mithalf das Kreuzbergradio mit einem Internetauftritt auf die virtuellen Beine zu stellen.
Der Sendestart und die Zeit danach waren für die Kreuzberger Radiomacher erst einmal ernüchternd -
fast niemand wollte die 1,35 EUR ausgeben, die für einen Download zu bezahlen gewesen wären. Nach
einer kleinen Krisensitzung wurde das finanzielle Konzept umgestellt: von nun an ist der Download
kostenfrei, dafür sollen ab und an Werbeeinblendungen ein bisschen Geld in die leere Radiokasse
spülen.
Alle zwei Wochen wird es eine neue Sendung geben - zu allem Überdruss brannte es in den
Redaktionsräumen des "KuK", wo auch das Tonstudio war, und eben dieses wurde komplett zerstört.
Jetzt muss erst einmal improvisiert werden - wahrscheinlich wird dafür die nächste Sendung umso
interessanter!