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Bezirkspolitik

 

 

 

 

05.08.2004

 

Sollten wir die Räume nicht benötigen, dann kann die Kita bleiben!

 

Ein merkwürdiges Verständnis von Kita-Planung hat das Jugendamt bemächtigt. Ohne Rücksicht auf Verluste betreibt Jugendamtsleiter Thomas Harkenthal seine Raumplanungen für das Jugendamt. Da kann es schon mal sein, dass eine mit einem erfolgreichen Konzept arbeitende und etablierte Kita im Wege ist und per "Order die Mufti" aus dem Wege geräumt werden soll!

 

Seit 25 Jahren gibt es die Integrationskita Adalbertstraße, die als Modelleinrichtung mit wissenschaftlicher Begleitung als "Behindertenprojekt" von der Senatsverwaltung initiiert wurde. In der Kita werden z.Zt. ca. 50 behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut und gefördert. Die Kita genießt einen vorbildlichen Ruf, die Erzieher und Therapeuten arbeiten in kleinen Gruppen und eine gute ethnische und soziale Mischung trägt zu einer Entghettoisierung des Bezirks bei.

Im Zuge einer angeblichen Neugestaltung der Kita-Landschaft, steht die Kita auf der Abschussliste, weil die Pro-Kopf-Kosten zu hoch seien und im Sozialraum 3 des Bezirks nicht mehr so viel Kitaplätze benötigt werden. Diese offizielle Begründung wird durch die Aussage des Jugendamtsleiters ab absurdum geführt: " Sollten wir die Räume nicht benötigen, dann kann die Kita bleiben! Ende September werde entschieden, ob die Räume nun vom Jugendamt benötigt werden oder nicht", so Harkenthal. Am 11. August veranstaltet die Kita einen "Tag der offenen Tür".

 

 

 

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